Rieke in ihrem Element

Zum 14. mal trafen sich Kampfsportler zu einem Kinder- Schul- Sumoturnier und Männer Open Turnier in Großräschen. Unter Leitung des ehemaligen Nationalkämpfers Dietmar Hertes fand in einer sehr schön hergerichteten Halle, einem Ordnungsgemässem Ring ein sehr gut organisiertes Turnier statt.
Wir fuhren mit den zur Verfügung gestellten Bussen vom Autohaus Mothor, dem Taxiunternehmen Huth und Tietz Montagen zum Wettkampf. Dort wurden wir bereit ungeduldig erwartet, wusste man doch, dass wir Brandenburger SUMO intensiver betreiben.
Es waren ca 90 Athleten/innen im Alter von7-14 Jahren am Start!
Die Schüler kämpften in Gewichtsnahen Klassen und wurden in fünfer Pools geschrieben, somit waren jedem Kind mindestens 4 Kämpfe zugesichert da jeder gegen jeden kämpfen durfte.
Unsere kleinen Sumotori in den Mawashi (Gürtel) eingewickelt gingen in den Ring und hatten Spaß. Da alle aus Kampfsportarten kamen, konnten wir nicht nur das raus schieben oder herausheben aus dem Ring sehen, sondern schöne Judotechniken und typische Ringerbewegungen bewundern.
Rieke Gappert stieg als erstes Brandenburger Kind in den Ring und gewann souverän gegen Ihre Gegner und erkämpfte Gold. Im Finale gegen Charlotte Dure aus Lieberose hob Rieke ihre Gegnerin kurzerhand an und hob diese aus dem Ring. Ebenfalls Gold erkämpfte Marie-Luis Zuckschwerdt in ihrem allerersten Turnier. Beide Mädchen rannten zum Kampfgericht, als zum einschreiben in die Open Kategorie (ohne Gewichtsklassen) aufgerufen wurde in der Altersklassen U 9. Rieke gewann ihre drei Vorrundenkämpfe und siegte im Finale mit Uki Goshi und erkämpfte sich damit das zweite Gold. Marie –Luis verlor ihren Auftaktkampf und siegte in den folgenden und sicherte sich Bronze.
In der AK U11 kämpften die Zwillinge Maurice und Justin Gutschmidt in einer Gewichtsklasse. Maurice besiegte nicht nur seinen Bruder sondern besiegte Marcel Bergmann aus Großräschen, leider verlor er im Finalkampf gegen den Ringer Janis Thomas vom Grün-Weiss Weißwasser. Damit hatte er sich eine Silbermedaille erkämpft. Justin hatte nicht seinen Tag, konnte aber das Turnier mit einer Bronzemedaille beenden.
Aischa Schmidt sammelte Erfahrung bei diesem Turnier, durfte sich über Bronze freuen. Der Spaß und die Freude an dieser außer gewöhnlichen und schnellen Sportart stand für alle an erster Stelle.
Luca Gens musste in einer schwereren Gewichtsklasse an den Start gehen und das bekam er deutlich zu spüren. Die Schnelligkeit und kürze der Kämpfe überraschte nicht nur die Zuschauer und Eltern, sondern auch die Akteure im Ring. Ein fehltritt oder eine Unachtsamkeit bedeutet da schnell bereits die Entscheidung, Luca wurde für seine Kämpfe mit dem 5. Platz und einer Urkunde belohnt.
In der AK 14 gingen Denise Surek und Lorenz Karow an den Start. Lorenz kämpfte und wehrte sich beherzt, musste sich aber leider noch geschlagen geben, sicherte sich aber zu mindestens Bronze. Denise konnte ihre Gegnerin am Ring nicht stoppen und trat leider aus dem Ring, was den Sieg kostete. Am Ende waren ihre Gegnerinnen aus Lok Chemnitz und Grossräschen auf dem Siegertreppchen, aber immerhin holte sie einen 5. Platz.
Nun war die Anspannung groß, die Männer machten sich warm. Staunen bei den Kindern, den Eltern und Zuschauern. Traditionell nur im Mawashi kämpftend traten die Brandenburger in der Gewichtsklasse von 65kg bis 150kg alle in einer Gruppe in den Wettkampf (Open Kategorie). Etwas Angst machte sich bei den Teilnehmern breit, als Fred Köppen den Ring betrat. Fred hat fairer Weise angeboten sich aus dem Wettkampf streichen zu lassen, aber würde gern Kämpfen. Dieses Angebot und die Chance sich einem Nationalkämpfer zu stellen fanden alle toll. Die Brandenburger Sebastian Bült, Patrick Fröhlich, Mathias Bült und Fred Köppen wirbelten im Ring herum und zeigte viele verschieden Techniken, was alle in staunen versetzte. Sebastian mit 65kg ließ einfach einen stürmischen Gegner an sich vorbei laufen. Er wich aus und beförderte ihn per Handrad aus dem Ring. Mathias 95kg ließ seine Kraft spielen und hob kurzerhand seinen Gegner aus dem Ring, von Patrick bekamen sie seine Schnelligkeit mit Armen und Füssen und seine Wendigkeit zu spüren. Fred hatte Spaß am Kämpfen, kämpfte nur mit angezogener Handbremse und ließ den Gegnern Chancen etwas auszuprobieren. Er zeigte allen, dass man egal wie schwer man ist Sport treiben kann, wendig, schnell und explosiv sein. Allen hat es Spaß gemacht mit ihm zu kämpfen und sie beschlossen ihm seine Goldmedaille zu geben. Verdient ist verdient. Silber holte Mathias, Bronze Patrick und den 5. Platz Sebastian. Alle wollen sich zu einen gemeinsamen Trainingswochenende wieder treffen.
Für unsere Sportler war es toll mit Fred in einem Wettkampf zu starten und zu sehen wie Trainer Sandra Autogramme schreibt. Rundum ein schöner Tag.

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