{"id":985,"date":"2013-07-28T08:52:24","date_gmt":"2013-07-28T08:52:24","guid":{"rendered":"http:\/\/pkjl-brandenburg.de\/?p=985"},"modified":"2017-06-02T12:30:58","modified_gmt":"2017-06-02T12:30:58","slug":"world-games-cali-kolumbien-teil-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/pkjl-brandenburg.de\/?p=985","title":{"rendered":"World Games Cali (Kolumbien) Teil 3"},"content":{"rendered":"<p>25.07.2013<\/p>\n<p>Kaum zu glauben, aber wir stehen heute erst 07:30 Uhr auf.<br \/>\nDiesmal sind wir schlauer und greifen gleich auf den 2. Buffettisch zu. Es gibt leckere selbstgebackene Waffeln, Toast, f\u00fcr die Marcy G\u00f6tterspeise und f\u00fcr Sani ein eigens zusammengestelltes Omelette. Der Kaffee hat sich nicht ge\u00e4ndert, eine komische Mischung. <\/p>\n<p>Unser Tagesablauf sieht 12:30 Uhr Abfahrt zum Interconti-Hotel zum Coach-Meeting und zur Auslosung vor und dann um 17:30 Uhr Bustransfer zur Er\u00f6ffnungsfeier.<br \/>\n<!--more--><br \/>\nDie Zeit nach dem Fr\u00fchst\u00fcck bis zur Abfahrt verbringen wir auf dem Zimmer. Sani kann sich nicht von ihrem Buch trennen und Marcy schafft es dann doch mal das Tagebuch weiter zuschreiben.<\/p>\n<p>Sicherheitshalber machen wir uns schon zu 12:00 Uhr auf in Richtung Lobby. Wir wollen uns Pl\u00e4tze sichern. Das h\u00e4tten wir uns auch sparen k\u00f6nnen. 12:30 Uhr noch keine anderen Trainer in Sicht. Die einzigen aufgeregten sind der polnische, der ukrainische und der russische Referee. Okay, wir sind auch nicht so gl\u00fccklich.<br \/>\nGegen 12:55 Uhr werden wir endlich in einen Kleinbus verfrachtet und zur ersehnten Veranstaltung gebracht werden.<br \/>\nKleine Zwischenfrage: \u201eWir haben noch Zeit, wollen wir noch kurz Mittag essen in der Catering-Zone?\u201c.<br \/>\nNa klar, die Veranstaltung ist erst um 14:00 Uhr und die Fahrtwege auch nur Katzenspr\u00fcnge. Aber warum nicht.<br \/>\nAlso kleine Pause, 20 Minuten sollten ausreichen. Allerdings haben sie nicht ins Cateringzelt geschaut, denn sonst w\u00e4re ihnen aufgefallen, dass sich dort sehr lange Warteschlangen gebildet haben und wir das nie und nimmer schaffen.<br \/>\nAuch gut, die anderen Mitfahrer (Pole, Russe, Ukrainer) k\u00fcmmern sich mit dem Personal darum, dass wir vorgelassen werden. Das geht nat\u00fcrlich nicht ohne murren aus den anderen Reihen!!!!<br \/>\nTrotzdem setzen wir unsere Fahrt erst um 14:00 Uhr fort. Das Meeting wird schon laufen und wir fahren Bus, auch toll.<br \/>\nAm Hotel, \u00fcbrigens nicht Interconti, werden wir schon sehns\u00fcchtig erwartet. Schnell werden wir zur Veranstaltung geleitet.<br \/>\nDie Auslosung des Leichtgewichts hat gerade erst begonnen. Da Marcy die einzige deutsche Teilnehmerin ist, kann Sani erst als Vorletzte Marcy\u00b4s Position ziehen. In 80 kg muss Sie gegen eine Mongolin ran und in Open kann sie sich ihre Gegnerinnen (Ungarin oder Chinesin) erstmal anschauen.<\/p>\n<p>Die Auslosung der M\u00e4nner sparen wir uns, da es schon 15:45 Uhr ist und 17:30 Uhr der Transfer zur Er\u00f6ffnungsfeier erfolgt. Bei unseren kurzen, unwesentlich zeitintensiven Strecken, brauchen wir auch jede Minute.<br \/>\nDeshalb unser Ansinnen, einfach ein Taxi und damit zum Hotel.<br \/>\nDENKSTE!!! Die Polizisten haben uns im Auge und wollen uns nicht so recht mit dem Taxi los lassen. Nach einer Viertelstunde wird\u00b4s uns zu bunt und wir lassen uns ein sicheres Taxi rufen. Der Fahrer bekommt seine Instruktionen vom Polizisten. Dann sind wir in Richtung Hotel. 16:30 Uhr erreichen wir dieses. <\/p>\n<p>Nun hei\u00dft es sich kurz frisch machen und dann auf zur Er\u00f6ffnungsfeier.<br \/>\nDie Busfahrten werden von massivem Polizeiaufgebot begleitet. Somit ist ein etwas z\u00fcgigeres Durchkommen m\u00f6glich.<br \/>\nIm Sportlerbereich suchen wir erstmal flei\u00dfig unter Germany unsere anderen Sportler. Irgendwann geht uns ein Licht auf. Hier hei\u00dft Deutschland Alemania und das f\u00e4ngt, oh Wunder, mit A an.<br \/>\nWir sind die ersten, die einmarschieren werden. Allerdings hei\u00dft es erst einmal warten. 20:00 Uhr soll die Veranstaltung beginnen.<br \/>\n19:20 Uhr wird bereits damit begonnen die Mannschaften aufzustellen. Dauernd kommt ein Verantwortlicher und versucht dreier Reihen hinzubekommen. Diese halten nicht mal bis er weg ist.<br \/>\nImmer Schritt f\u00fcr Schritt werden wir ins Stadion gebracht. Auch hier der Versuch uns in Formation zu bekommen. Das scheitert sang und klanglos. Aber netter Versuch.<br \/>\n20:05 Uhr marschieren wir ein. Mit tosendem Beifall werden wir in Empfang genommen. \u00dcberall jubeln uns die Kolumbianer zu. Ein geniales Gef\u00fchl. Sani bekommt gleich G\u00e4nsehaut!!!<\/p>\n<p>Nach unserer Stadionrunde werden wir zur seitliche Trib\u00fcne gebracht und d\u00fcrfen uns hinsetze. Wir sehen nun die anderen Nationen einlaufen, die auch keine Formation einhalten.<br \/>\nNachdem alle Nationen eingelaufen sind beginnt das B\u00fchnenprogramm. Angefangen von der Nationalhymne \u00fcber verschiedene Reden bis zu den Salsavorf\u00fchrungen.<br \/>\nLeider k\u00f6nnen wir nicht alles sehen, da wir an der Seite sitzen und die B\u00fchne sehr weit weg ist.<br \/>\nEin Feuerwerk kr\u00f6nt die ganze Veranstaltung.<\/p>\n<p>Sani, die schon ein paar dieser Veranstaltungen miterleben durfte, ganz Profi, steht rechtzeitig auf, bevor alle das Stadion verlassen.<br \/>\nBl\u00f6d nur, dass weder Sani noch Marcy eine Ahnung haben, in welche Richtung sie m\u00fcssen.<br \/>\nAlso erst einmal gegen den Strom der Menschen, um dann festzustellen, ist wohl doch nicht unsere Richtung. Na gut, dann mit dem Menschenstrom.<br \/>\nIRRTUM!!!<br \/>\nAuch hier m\u00fcssen wir gegen die ganzen Menschenmassen ank\u00e4mpfen. Ab und zu werden noch schnell Fotosessions eingeworfen bevor wir unseren Weg fortsetzen. Am Ende erreichen wir wohlbehalten den Sportlerbereich. Nur noch die Route 6 (wurde uns beim Verlassen des Busses aufgetragen, diese uns zu merken) finden. Sollte doch bei 3000 Menschen m\u00f6glich sein?!<br \/>\nWir finden relativ schnell unsere Route und irgendwann auch einen Bus zum Hotel. Wir sind ganz sch\u00f6n geschafft, aber das war es uns Wert.<\/p>\n<p>Unsere Highlights dieses Tages:<br \/>\n&#8211; Wir haben uns super leckeren Joghurt im Beutel gekauft<br \/>\n&#8211; Kugelschreiber mit Cali World Games eingesteckt (unser einziges<br \/>\n  Souvenir von hier)<br \/>\n&#8211; eine geniale Er\u00f6ffnungsfeier  <\/p>\n<p>26.07.2013<\/p>\n<p>Auch heute um 07:30 Uhr ein entspanntes Aufstehen und anschlie\u00dfendes Fr\u00fchst\u00fcck.<br \/>\nAlle Sache zusammen packen und um 10:00 Uhr mit dem Bus los.<br \/>\nAuch hier wieder Irrtum Mit den Zeiten haben sie es nicht so ganz. Um 10:45 Uhr schaffen wir es doch mal in unseren Bus zu steigen. Alles nicht so tragisch hier.<br \/>\nKaum in der Halle, werden wir auch schon von unseren Sitzpl\u00e4tzen verjagt. Wie Sportler gibt es auch und hinsetzen wollen die sich auch noch!!! Geht mal in den hinteren Bereich, der ist f\u00fcr die Sportler.<\/p>\n<p>Auch der Veranstalter lernt dazu. Die Trib\u00fcne wir dennoch nach und nach von den Sportlern zur\u00fcckerobert.<\/p>\n<p>Die Atmosph\u00e4re in der Halle ist sensationell. Seit Tagen ist diese Veranstaltung ausverkauft und das Publikum begeistert dabei. Die Sportler der verschiedenen Nationen werden teils in ihren Sprachen angesprochen und um Fotos gebeten. Ein irres Erlebnis.<br \/>\nDer vorgegebene Zeitplan wird gut eingehalten. Die Vorrundenk\u00e4mpfe in den einzelnen Gewichtsklassen werden z\u00fcgig ohne gro\u00dfe Verz\u00f6gerungen durchgef\u00fchrt. <\/p>\n<p>1. Kampf<br \/>\nMarcy gegen Munkhagnai (MGL)<br \/>\nMal wieder ein typischer Kampf von Marcy. Ganze 2:30 Minuten dauert der Kampf. Beide K\u00e4mpferinnen schenken sich nichts. Dreimal schafft Marcy es am Rand wieder in den Ring zu kommen. Am Ende machen sich Marcy\u00b4s Geduld und Erfahrungen bezahlt. Sie kann den Kampf f\u00fcr sich entscheiden.<\/p>\n<p>2. Kampf<br \/>\nMarcy gegen Maksymenko (UKR)<br \/>\nAuch dieser Kampf geht f\u00fcr Sumoverh\u00e4ltnisse ganz sch\u00f6n lang (1:30 Minuten). Die Ukrainerin erwischt einen guten Start doch Marcy schafft es stehen zu bleiben und einen Griff zu erk\u00e4mpfen. Nach einer starken Attacke ber\u00fchrt Marcy eine Zehntel Sekunde vor der Ukrainerin den Boden. Damit bleibt noch die Trostrunde.<br \/>\n3. Kampf (Trostrunde)<br \/>\nMarcy gegen Seward (USA)<br \/>\nDie beiden vorherigen K\u00e4mpfe haben ganz gut geschlaucht. Die Amerikanerin rammt ihren Kopf in Marcy\u00b4s Bauch. Marcy versucht ihrerseits diesmal z\u00fcgig mit Wurftechnik zum erfolg zu kommen. Doch leider kommt sie auch hier als erste auf den Boden auf.<\/p>\n<p>Mit einem 9. Platz beendet Marcy die World Games.<\/p>\n<p>Unter den Zuschauern waren auch 2 Mitarbeiter des Bundesinnenministeriums. Sie waren von der Sportart Sumo und dem ganzen Ambiente sehr begeistert.<\/p>\n<p>Trotz der Hitze und der fehlenden Klimaanlage schauen wir uns die \u00fcbrigen K\u00e4mpfe an. Da nach den einzelnen Gewichtsklassen die Medaillenzeremonie erfolgt und sich das Programm doch sehr in die L\u00e4nge zieht, beschlie\u00dfen wir ein Taxi zum Hotel zu nehmen.<br \/>\nNach kleinen Schwierigkeiten bekommen wir auch hier ein sicheres Taxi.<br \/>\nStatt endlich unter die Dusche zu springen gehen wir erst einmal Nahrung besorgen.<br \/>\nIrgendwie haben wir kein gl\u00fcckliches H\u00e4ndchen bei unseren Eink\u00e4ufen. Bei den gekauften Br\u00f6tchen handelt es sich um s\u00fc\u00dfe mit Kokosraspeln verfeinerte Teile. Schmeckt besonders gut mit Wurst und K\u00e4se. <\/p>\n<p>Ein Gourmettraum!!! <\/p>\n<p>Um die Sache noch abzurunden genehmigen wir und unseren leckeren \u201eroten\u201c Eiswein. <\/p>\n<p>Herrlich!!!<\/p>\n<p>Nur gut, wir haben noch Chips.<br \/>\nNach unserem ausgewogenen Abendessen lassen wir noch den Tag mit einer Runde Scrabble ausklingen. Trotz Marcy\u00b4s lustigen Wortsch\u00f6pfungen z.B. Biernest (kennt doch jeder) gewinnt Sani. Damit ist der Nachtfrieden gesichert!!!<br \/>\n27.07.2013     <\/p>\n<p>Auch heute wird 07:30 Uhr der Tag begonnen. Dann, wie tags zuvor, fr\u00fchst\u00fccken und Sachen zusammen suchen.<br \/>\n10:00 Uhr soll die Abfahrt sein. Wir sind gespannt.<\/p>\n<p>Diesmal steht ein Bus bereits 10:10 Uhr zur Abfahrt bereit. Na bitte geht doch.<br \/>\nIn der Halle ist die Trib\u00fcne auch gleich f\u00fcr die Sportler reserviert.<br \/>\nW\u00e4hrend der letzten Tage haben wir mit Sportlern aus anderen Nationen nette Unterhaltungen gef\u00fchrt. Wir stellen fest, so schlecht ist unser Englisch gar nicht bzw. sprechen die anderen nicht wirklich besser. Man kann sich verst\u00e4ndigen und darauf kommt es an.<\/p>\n<p>Durch unsere gute Connection zu den Sportlern tauschen wir Pins, Papyrus, Riegel etc. Wir kaufen uns sogar Sumotori-Ohrringe. <\/p>\n<p>Um 12:30 Uhr startet der Wettkampf in der Open Kategorie. Marcy ist durch das Freilos relativ sp\u00e4t dran. Ihre Gegnerin ist nicht wie erwartet die Ungarin Kallo, sondern die Chinesin Yu.<br \/>\nDurch ihren ersten gewonnenen Kampf konnte sie schon ihre Nervosit\u00e4t ablegen, w\u00e4hrend Marcy erst in den Wettkampf finden muss. Die kleinere Chinesin hatte einen g\u00fcnstigeren Start und verhinderte durch Tsuparis den Griff von Marcy. So dass Marcy leider \u00fcber den Rand trat.<br \/>\nIm weiteren Verlauf konnte die Chinesin noch gegen eine Japanerin gewinnen, bevor sie von der mehrere Kilo schwereren Brasilianerin gestoppt wurde. F\u00fcr Marcy bedeutete dies das Aus.<\/p>\n<p>Wir erlebten noch viele interessante und \u00fcberraschende Begegnungen. Dabei gewannen nicht immer die favorisierten K\u00e4mpfer.<br \/>\nUm 17:15 Uhr war die Veranstaltung zu Ende und die Sportler gesellten sich langsam, immer durch Fotow\u00fcnsche aufgehalten, zum Bus. Von der Wettkampfst\u00e4tte ging es gleich zum Catering-Center und dann erst zum Hotel. <\/p>\n<p>F\u00fcr den Abend ist Tasche packen angesagt, da wir morgen fr\u00fch eine Sightseeing-Tour geplant haben. Bis heute haben wir es noch nicht geschafft irgendwelche Mitbringsel zur beschaffen. Erst gibt\u2019s bzw. gab\u00b4s keine und jetzt, wo wir welche halbwegs gefunden haben, kommen wir nicht aus den Sicherheitsbereichen raus. Das ist voll unfair.<br \/>\nAber morgen haben wir das straffe Programm. Nach der Tour ein Einkaufsmarathon und anschlie\u00dfend wieder der Hotelwechsel. Diesmal f\u00fcr eine Nacht!!!  <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>25.07.2013 Kaum zu glauben, aber wir stehen heute erst 07:30 Uhr auf. Diesmal sind wir schlauer und greifen gleich auf den 2. Buffettisch zu. Es gibt leckere selbstgebackene Waffeln, Toast, f\u00fcr die Marcy G\u00f6tterspeise und f\u00fcr Sani ein eigens zusammengestelltes Omelette. Der Kaffee hat sich nicht ge\u00e4ndert, eine komische Mischung. 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