{"id":980,"date":"2013-07-25T08:59:26","date_gmt":"2013-07-25T08:59:26","guid":{"rendered":"http:\/\/pkjl-brandenburg.de\/?p=980"},"modified":"2017-06-02T12:31:07","modified_gmt":"2017-06-02T12:31:07","slug":"world-games-in-cali-kolumbien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/pkjl-brandenburg.de\/?p=980","title":{"rendered":"World Games in Cali (Kolumbien) Teil 1"},"content":{"rendered":"<p>Kerstin Schmidtsdorf hat sich durch ihren Europameistertitel 2012, dem 5. Platz bei den Weltmeisterschaften 2012 in Hongkong und ihrem 5. Platz bei der Europameisterschaft 2013 in Warschau in der Gewichtsklasse -80kg f\u00fcr die World Games qualifiziert.<\/p>\n<p>Am 21.07.2013 um 8.00 Uhr startete das Unternehmen. Mit dabei Sani als Trainer und Marcy als Athlet. P\u00fcnktlich starten Fred (Chauffeur) und Marcy nach Schenkenberg um Sani einzusammeln.<br \/>\nSicherheitshalber wurden rasch noch die ultimativ wichtigen Kopien des Reisepasses gezogen. Wir sind lernf\u00e4hig, siehe Ete.<br \/>\n<!--more--><br \/>\nOhne Komplikationen erreichen wir Tegel und k\u00f6nnen 10.15 Uhr einchecken. \u00dcber Frankfurt am Main mit kurzem Stopp und Umstieg (gef\u00fchlter Marathon quer durchs Flughafengel\u00e4nde) in den Flieger nach Bogota um dann endlich um 19.30 Uhr +7h Kolumbianischen Boden unter den F\u00fc\u00dfen zu sp\u00fcren.<br \/>\nTypisch f\u00fcr Marcy und Sani sch\u00f6n kurz\u00e4rmelig geflogen, war ja hei\u00df bei uns und das es hier kalt sein k\u00f6nnte, denkt doch keiner dran.<br \/>\nStock dunkel und schweinekalt (vielleicht auch durch M\u00fcdigkeit unterst\u00fctzt) d\u00fcrfen sie nun auch noch ne halbe Stunde l\u00e4nger auf den Flieger warten.<br \/>\nEndlich um 22.30 Uhr in Cali angekommen werden sie freundlich empfangen und ihre Angst, bez\u00fcglich wie kommen wir zum Hotel und in welches \u00fcberhaupt, konnte weichen.<br \/>\nLeider standen wir auf keiner Liste der freundlichen World Games Helfer und auch eine Akkreditierung im Flughafengeb\u00e4ude war auf Grund fehlender Ankunftsdaten nicht m\u00f6glich. Dennoch wurde uns das Hotel durch unsere DOSB (Deutscher Olympischer Sportbund) Verantwortlichen genannt und wir wurden mit anderen deutschen Athleten im Bus in sage und schreibe 2,5h zum Hotel gebracht.<br \/>\nDie anf\u00e4ngliche Vorfreude auf eine warme Dusche und ein bequemes Bett war daraufhin ganz sch\u00f6n ged\u00e4mpft. Die Sportler wurden in verschiedene Hotels verteilt. Die Strassen, die Fahrweise und der Abgasgeruch ein absoluter Traum.<\/p>\n<p>22.07.2013\tetwa 00:30 Uhr<br \/>\nV\u00f6llig ersch\u00f6pft wurden wir im Acquasanta Loft Hotel eingecheckt und ins Zimmer gebracht.<br \/>\nF\u00fcr uns super toll, da die Rezeptionistin flie\u00dfend Deutsch sprach. Unser Mund ging gar nicht mehr zu vor Erstaunen dieser riesigen Wohnung f\u00fcr uns zwei. Sani war gar nicht aufnahmef\u00e4hig und konnte von Gl\u00fcck sagen, dass Marcy wenigstens halb der Erkl\u00e4rung der Hightec-Anlage folgen konnte. DAAAA wir sonst nicht einmal Licht aus oder anbekommen h\u00e4tten, alles mit einem IPad angesteuert.<\/p>\n<p>Erst einmal wichtig, ganz wichtig die Bilddokumentation dieser noch Hongkong \u00fcbertreffenden Unterkunft. Pl\u00f6tzlich war die M\u00fcdigkeit scheinbar weg. Aber nur f\u00fcr ne Halbe Stunde. Dann wurde alles realisiert geduscht und geschlafen.<br \/>\nAlso erstmal versuchten wir dem IPad klarzumachen, dass wir keine Klimaanlage \u00fcber Nacht wollen. Gnadenlos gescheitert. Es gab ne Fernbedienung f\u00fcr die Klimaanlage, gefunden n\u00e4chsten morgen! Auf dem Nachttisch von Marcy, nun ja B\u00e4ume und Wald sag ich nur!!!<br \/>\nW\u00e4hrend Marcy die Schnubbelmaus noch abschnorchelt, hielt mein Schlaf nur 3h und dann Kommunikation mit der ganzen Welt.<br \/>\nUm 7.00 Uhr war dann Schluss mit lustig.<br \/>\nAufstehen, ein leckeres K\u00e4ffchen und Wasser in den Whirlpool lassen. Irgendwie merkw\u00fcrdig, es gibt nur kaltes Wasser!! Auch die kleinen Lampen im Pool und der Sprudel konnten das Wasser nicht erw\u00e4rmen. Trotzdem rein ins Vergn\u00fcgen.<br \/>\n15min l\u00e4nger wollten wir nicht zittern und der Hunger meldete sich auch an. Zum Fr\u00fchst\u00fcck bekommen wir eine schicke spanische Speisekarte. Aber kein Problem die Dolmetscherin ist sofort am Tisch und bietet uns vieles an, was wir auch alles annehmen.<br \/>\nEs gab:\tObstsalat im Ananassch\u00e4lchen mit Joghurt und M\u00fcsli,<br \/>\ngebackener Toast mit Honig und Zimt,<br \/>\nR\u00fchrei mit Tomate Schinken und K\u00e4se<br \/>\ndazu O-Saft und Milchkaffee.<br \/>\nEigentlich sind wir schon nach nem gef\u00fchltem Kilo Obstsalat satt. Aber Essen ist Kopfsache und bestellt ist bestellt, wir ziehen durch!! Oi Joi Joi Joi Joi.<\/p>\n<p>So nachdem wir des Laufens wieder m\u00e4chtig waren, tauschten wir Geld und begaben uns zum Deutschen Haus. Dort kl\u00e4rten wir (nach einem klitze kleinen Vorfall mit nur mal kurz rangezogener T\u00fcr, leider waren wir dann samt der Rektorin der Schule im Kindergarten eingeschlossen) alle wichtigen Dinge mit den DOSB Verantwortlichen.<br \/>\nAnschlie\u00dfend wagen wir uns auf die Stra\u00dfe und suchen einen Supermarkt auf. Es wird aber auch jedes Regal abgefahren, selbst, wenn es Tiernahrung oder Waschmittel enth\u00e4lt. Wir wollen nichts verpassen. Unseren kleinen Einkauf, bestehend aus dem Notwendigsten Wasser, Obst und Chips, bringen wir schwei\u00dftreibend ins Hotel. Damit w\u00e4re die erste \u201eTrainingseinheit\u201c auch schon absolviert.<br \/>\nNicht so ganz, denn Marcy durfte sich in Laufsachen schmei\u00dfen und ein paar Runden  auf dem Sportplatz in der deutschen Schule drehen. Anschlie\u00dfend kurz duschen und in den Swimmingpool.<br \/>\nNach dem Schwimmen kurzes relaxen im schon wieder kalten Whirlpool. Allerdings scheint diesmal die Sonne und es ist super angenehm.<br \/>\nDoch irgendwann schreit der K\u00f6rper dann doch mal nach etwas Nahrungsaufnahme.<br \/>\nAm Hotel schlie\u00dft sich eine Pizzeria an und wir g\u00f6nnen uns das \u201eNationalgericht\u201c PIZZA!!!<br \/>\nUm 16:15 Uhr m\u00fcssen wir schon wieder Richtung deutsches Haus, da wir noch nicht akkreditiert sind und der Bus um 16:45 Uhr von dort abf\u00e4hrt.<br \/>\nDie Busfahrt f\u00fchrt uns vom s\u00fcdlichen Cali in den Norden. Wir sehen verschiedene Stadtviertel und bekommen einen kleinen Eindruck von der Stadt. Die Fahrweise der Kolumbianer ist f\u00fcr uns ein Graus, aber es scheint zu funktionieren.<br \/>\nNach einer Ewigkeit im Verkehrsdschungel erreichen wir das Akkreditierungs-Center. Wie nicht anders zu erwarten stehen wir auch hier nicht auf den Listen. Am Schalter werden uns dennoch unsere Karten ausgefertigt. V\u00f6llig stolz, muss dieser Moment bildlich dokumentiert werden.<\/p>\n<p>Bis jetzt haben wir es doch ganz gut im Griff unser Abenteuer Cali.<\/p>\n<p>Der R\u00fcckweg ins Hotel dauert auch wieder ewig. Uns wird eine kleine Stadtrundfahrt geboten. Diesmal andere Viertel, die eher dem Tourismus und Bessergestellten vorbehalten sind.<br \/>\nAls wir 19:15 Uhr endlich wieder am Hotel sind k\u00f6nnen wir die Augen kaum noch aufhalten. Ab 18:00 Uhr beginnt die D\u00e4mmerung und 18:30 Uhr ist es v\u00f6llig dunkel. Der Biorhythmus funktioniert hier ganz anders. Wir sind dennoch tapfer und halten bis 21:30 Uhr durch. <\/p>\n<p>23.07.2013 Umzugtag ins Disziplinenhotel (Radisson f\u00fcr uns)<\/p>\n<p>Wie schon zuvor ist 07:00 Uhr Aufstehen angesagt. Allerdings ben\u00f6tigen wir keinen Wecker, wir werden automatisch wach.<br \/>\nDiesmal sind wir lernf\u00e4hig und bestellen uns nicht ganz so viel zum Fr\u00fchst\u00fcck. Anschlie\u00dfend packen wir schon mal unsere Sachen halbwegs zusammen, so dass wir (nach unserem Plan) nach der Trainingseinheit im deutschen Haus nur noch unter die Dusche springen m\u00fcssen und dann auschecken k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>DENKSTE!!!<\/p>\n<p>Nachdem die Reinigungskraft gegrummelt hat und die Rezeptionistin auch der Meinung war wir seien schon raus, packen wir unsere Sachen und checken aus.<br \/>\nMit Sack und Pack gehen wir zum deutschen Haus.<br \/>\nTraining muss trotzdem sein. Erst 20 Min Einlaufen und locker werden anschlie\u00dfend im Sandkasten-K\u00e4fig einige sumospezifische \u00dcbungen. Sani gibt Kommandos und Marcy hat diese auszuf\u00fchren!!!<br \/>\nDie Hilfsbereitschaft der deutschen Schule ist sensationell. Uns wird hier dann die M\u00f6glichkeit des Duschens und Verbleibens einger\u00e4umt.<br \/>\nDas Personal ist von uns Sumotoris so begeistert und will unbedingt ein Foto. Nat\u00fcrlich kein Problem. Sie freuen sich riesig.<br \/>\nDa wir nun schon mit unserem Gep\u00e4ck hier sind, wollen wir wenn m\u00f6glich auch gleich hier in den Bus steigen und nicht erst wieder zum Hotel zur\u00fcckbuckeln.<br \/>\nBevor es soweit ist, genehmigen wir uns noch eine St\u00e4rkung in der Pizzeria. Diesmal gibt es Spaghetti Carbonara und Salat.<br \/>\nNat\u00fcrlich haben wir es geschafft alle mit unsrem Wunsch durcheinander zu bringen. Die Abfahrt verz\u00f6gert sich leicht, aber wir bekommen was wir wollen.<br \/>\nAls Highlight d\u00fcrfen wir in einem typischen gelben Schulbus mitfahren.<br \/>\nAlso die Busfahrten sind immer das absolute Abenteuer!!!!<br \/>\nWir holen aus dem Santa Monica die Duathleten und Flossenschwimmer ab. Mit dem Verladen ist es auch nicht so doll. Also m\u00fcssen die Sportler selbst ran und packen ihre ganzen Gep\u00e4ckst\u00fccke (sehr sehr viele u.a. Flossentaschen, Fahrradkoffer, 2 aufgebaute Fahrr\u00e4der) selbst irgendwie in den Bus.<br \/>\nDann geht\u2019s los. Der Fahrer ohne Plan.<br \/>\nWieder sind wir Ewigkeiten unterwegs, obwohl unser neues Hotel bestimmt nur 15 Min. vom alten entfernt liegt. Wir ben\u00f6tigen jedoch 1 Stunde und das auch nur durch Zufall.<br \/>\nEigentliches Ziel war das Hotel der Flossenschwimmer. Marcy erblickt das Radisson und siehe da, wir werden als erste abgesetzt.<br \/>\nLaunentechnisch ist es gerade auch nicht so super.<br \/>\nWir sind jedoch gl\u00fccklich alles scheint zu klappen. Wir zeigen unsere P\u00e4sse an der Rezeption und wollen einchecken. Sollte eigentlich nicht das Problem sein. Sind ja nur 2 Deutsche.<\/p>\n<p>FEHLANZEIGE!!!<\/p>\n<p>Sani soll mit einer Ungarischen Offiziellen und Marcy mit einer Ukrainischen Sportlerin auf das Zimmer. Problem: am Empfang wird die Kreditkarte vorsichtshalber eingelesen, falls die Minibar benutzt wird.<br \/>\nUnsere Frage: Wie wollen die feststellen, wer sich von der Bar bedient hat???<\/p>\n<p>LAUNE: SEHR SEHR ARKTISCH!!!<\/p>\n<p>Das Personal gibt sich M\u00fche uns mitzuteilen, dass ein Zimmerwechsel nicht m\u00f6glich ist, da die Zimmerverteilung so vorgeschrieben sei. Wir m\u00fcssten warten und mit den einzelnen Personen reden, dann w\u00e4re es m\u00f6glich.<br \/>\nDie Ukrainer landen erst 22:00 Uhr und das Akkreditieren und die Busreise dauert. Von den Ungarn sind keine Daten bekannt.<\/p>\n<p>Naja, nach langem Hin und Her gehen wir erstmal auf das Zimmer von Marcy und versuchen uns per Mail und Facebook weiterzuhelfen.<\/p>\n<p>Um 17:00 Uhr werden wir angerufen. Wir m\u00f6chten in die Lobby kommen, da der Transfer zu den Cateringzelten demn\u00e4chst abf\u00e4hrt.<br \/>\nAlso noch nichts gekl\u00e4rt, aber mal was Essen.<br \/>\nDie Fahrt mal wieder etwas l\u00e4nger. Uns wurden Polizisten zugeteilt, die f\u00fcr unsere Sicherheit verantwortlich sind. Wir f\u00fchlen uns irgendwie etwas eingeengt.<br \/>\nStatt eines erwarteten Buffetts wird uns immer eine kleine Portion der verschiedenen Speisen aufgetan.<br \/>\nMan konnte es essen, war aber nicht den ganzen Aufwand wert.<br \/>\nGegen 20:00 Uhr sind wir wieder am Hotel und warten immer noch auf Kl\u00e4rung der Zimmerbelegung.<\/p>\n<p>24.07.2013 Abenteuer Zimmerbelegung geht weiter<\/p>\n<p>Um 00:30 Uhr melden sich die Ungarn bei uns. Aus dem kleinen Problem ist ein gr\u00f6\u00dferes geworden.<br \/>\nDie Offizielle Ungarin ist ein ER.<br \/>\nDas w\u00e4re ein Spa\u00df geworden. Sani wacht auf und ein fremder Mann steht im Zimmer.<br \/>\nAuch sie erreichen keine Kl\u00e4rung.<br \/>\nNachdem Sani dann auch ihre Mails checkt, stellt sich heraus, dass Marcys Ukrainerin ebenfalls m\u00e4nnlich ist.<br \/>\nNa das passt doch wie die Faust aufs Auge!!!<br \/>\nWir bekommen eine Zimmerkarte f\u00fcr den Ukrainer von den Ungarn und k\u00f6nnen dann endlich zusammen auf ein Zimmer.<br \/>\nDas war ein Stress!!!<br \/>\nUm 02:30 Uhr konnten wir dann dem Ukrainer seinen Zimmerschl\u00fcssel geben und endlich in Ruhe schlafen.    <\/p>\n<p>Das waren unsere ersten 3 spannenden Tage. Fortsetzung folgt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kerstin Schmidtsdorf hat sich durch ihren Europameistertitel 2012, dem 5. Platz bei den Weltmeisterschaften 2012 in Hongkong und ihrem 5. Platz bei der Europameisterschaft 2013 in Warschau in der Gewichtsklasse -80kg f\u00fcr die World Games qualifiziert. Am 21.07.2013 um 8.00 Uhr startete das Unternehmen. 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